satzmitniks.

Über das Projekt

Im Rahmen der Masterarbeit Potenziale zur Transformation der Designlehre. Eine Analyse von Perspektiven im Design haben Yannick Marszalek, Niklas Münchbach und Dominik Volz Interviews mit Expert:innen aus Theorie und Praxis des Designs geführt und sie sozialwissenschaftlich analysiert.

Gesprochen wurde dabei über den Status quo der Disziplin, relevante Mittel und Methoden, zentrale Kompetenzen sowie konstruktive Schnittstellen zu anderen Disziplinen. Zudem wurden fünf Expertinnen und Experten aus angrenzenden wissenschaftlichen Feldern zu möglichen Synergien zwischen ihren Disziplinen und Design sowie zu didaktischen Konzepten befragt.

Veröffentlichung

Marszalek Y., Münchbach N., Volz D. (2022): Potentials for Resilient Design Education at Universities of Applied Sciences, in: Universities of Tomorrow: Global, Interdisciplinary, Digitized, Sustainable (UNITO): 2021 International Conference

Hinweis: In den Beiträgen wird eine reduzierte Übersicht über den Projektaufbau und die Ergebnisse gegeben. Die gesamte Masterarbeit kann auf Anfrage gerne bereitgestellt werden.

Qualitative Inhaltsanalyse

Nach der Erhebung der Interviews wurden inhaltstragende Textbestandteile extrahiert (bezeichnet) und anschließend auf eine knappe, nur auf den Inhalt beschränkte Form paraphrasiert (umgeschrieben). Die Paraphrasen wurden einem deduktiven (vorab definierten) Kategoriensystem kodiert (zugeordnet). Im zweiten Materialdurchlauf wurden verbleibende Textbestandteile paraphrasiert und zusammenfassend kodiert, wodurch sich neue, induktive (aus den Daten abgeleitete) Kategorien ergaben. Es entstand ein induktiv-deduktives Kategoriensystem, das es erlaubte, verschiedene Aussagen zu ordnen und zusammenzufassen, ohne Irritationen (unerwartete Erkenntnisse) auszuschließen.

Ablaufmodell der qualitativen Inhaltsanalyse

Induktive Theoriebildung

Die zusammenfassende Analyse hat die erhobenen Daten handhabbar gemacht, nun konnten die Potenziale abgeleitet werden. In Orientierung an gängigen Vorgehensweisen der Grounded Theory Methodology wurden zunächst zentrale Phänomene gesucht, die sich als Potenziale kennzeichnen lassen. Dafür wurden die Ergebnisse der Datenauswertung erneut mit unterschiedlichen Schwerpunkten beleuchtet. Um die Beweggründe, Notwendigkeiten und ursächlichen Bedingungen eines Potenzials benennen zu können, wurden die genannten Herausforderungen, Mängel, Chancen und Risiken in der Designdisziplin mit den formulierten Potenzialen in Bezug gesetzt. Ebenso wurden die möglichen Mittel und Umgangsformen zusammengefasst, mit denen ein Potenzial in der Lehre bereits umgesetzt wird oder werden könnte. Abschließend wurden die möglichen Wirkungen und Konsequenzen auf Studierende, Lehrende und Lehrsysteme formuliert. Jedes Potenzial setzt sich inhaltlich aus diesen vier Schritten zusammen und ist somit in den Daten fundiert.

Ablaufmodell der induktiven Theoriebildung

Potenziale zur Transformation der Designlehre

Die Gespräche wurden sozialwissenschaftlich nach ihren Perspektiven analysiert und in ihnen Kausalzusammenhänge gezogen, um fundierte Potenziale zur Transformation der Designlehre zu formulieren.

Zu den Potenzialen

Die Poster stellen den übergreifenden Projektfortschritt in abstrahierter Form dar: von der Auswahl der Interviewpartner:innen über die transkribierten Interviews und die zusammenfassende Inhaltsanalyse bis hin zu den Potenzialen.

Die Projektbeteiligten

Während ihres Masters im Studiengang Kommunikationsdesign in Konstanz beschäftigten sich Yannick Marszalek, Niklas Münchbach und Dominik Volz intensiv mit den an Design angrenzenden Feldern der Geistes- und Kulturwissenschaften – anfänglich vor allem im Hinblick auf die Gestaltung virtueller und später gesellschaftlicher Realitäten. In ihrer gemeinsamen Masterarbeit gingen sie dem Verdacht nach, dass sich eine zukunftsfähige Designlehre anderen Wissenschaften (wieder) stärker zuwenden muss.

Betreuende Professoren: Andreas Bechtold, Jo Wickert (beide HTWG Konstanz, Kommunikationsdesign), Dr. Christian Meyer (Universität Konstanz, Soziologie)

Kontakt zum Team
Niklas Münchbach, Dominik Volz und Yannick Marszalek
Niklas Münchbach, Dominik Volz, Yannick Marszalek (v.l.n.r.). Foto: Bettina Schröm